Unsere Route

Freitag 08. Juni 2018

2 Tage vor unserem Abflug wurde uns per E-Mail mitgeteilt, dass sich unser Flug nach Denver um 2 Stunden verschieben würde. Dies war eigentlich nicht weiter tragisch, ich dachte mir, so können wir vielleicht ehr schlafen. Pünktlich trafen wir in Zürich ein und das ganze einchecken verlief reibungslos. Dies mal gab ich mein Elektrorollstuhl bereits beim einchecken ab und wechselte in einen Handrollstuhl.

Auch das Boarding verlief planmässig und ohne Probleme. Das Wetter hingegen meinte es gar nicht gut. Pünktlich wären wir gestartet, wenn da nicht ein heftiges Gewitter über den Flughafen zog, der den ganzen Flughafen lahm legte. Ganze 2 Stunden mussten wir im Flieger ausharren. Gottlob liefen die TV's, so konnten wir uns mit einem Film die Zeit verweilen. Kurz vor dem Start trat eine nette Dame zu uns und wollte wissen ob ich die Person bin, die mit einem Rollstuhl reise. Man teilte mir mit, dass mein Elektrorollstuhl unglücklicherweise während dem Sturm im Regen stand und er ziemlich nass sei. Na ja Bingo dachten wir uns. Und natürlich musste es kommen wie befürchtet, In Denver war mein Rollstuhl nicht mehr Fahrtüchtig. Elektronik am A………

Nun ja Panik nützt da auch nichts. Die Suche nach einem Edelweissschalter brachte zu dieser Uhrzeit auch nichts , die hatten bereits Feierabend. Wir beschlossen mal zur Autovermietung zu fahren um unser Mietauto abholen und danach ins Hotel zufahren um uns da etwas zu überlegen. Eine E-Mail an Edelweiss nützte auch nicht wirklich viel, denn die hatten auch Wochenende. Also schlüpften wir ins bequeme Bett und liessen es morgen werden...……………...

Samstag 09. Juni 2018

........................… und es wurde Morgen, gut geschlafen haben wir auch. Als auch ich meine Augen endlich öffnen konnte stand Andy schon angezogen im Zimmer und sagte zu mir er fahre jetzt in den nächsten Walmarkt um Werkzeug und Messgerät zu kaufen. Er sei bald wieder zurück. Knapp eine Stunde später sass er im Zimmer am Boden und zerlegte die Elektronik am Rollstuhl und mit Hilfe des Föhns erhoffe er sich diesen wieder funktionstüchtig zu machen. Ja und siehe da mein Held brachte ihn wieder zum Fahren. Ach was waren wir erleichtert. Nun galt es zu hoffen, dass es auch halten würde für die ganzen Ferien.

Danach hatten wir uns das feine Frühstück verdient. Das Buffet liess kaum ein Wunsch offen. Gestärkt und voller Zuversicht konnte nun unser Abendteuer beginnen.

Mein Held mit seinen Einkäufen aus dem Walmarkt

1. Übernachtung Wooley's Classic Suites Denver Flughafen

Perfektes Rollstuhlgerechtes Hotel mit feinem Frühstücksbuffet.

Nach einer kurzen Diskussion, liess mich Andy wissen, dass er keine Lust habe das Grab von Buffalo Bill anzusehen, sondern er bevorzuge eher die Fahrt auf den Mount Evans. Natürlich war auch ich nicht abgeneigt hoch ins Gebirge zu fahren. Es war ein guter Entscheid und wir wurden mit einer traumhaften Fahrt und Panorama auf 4000m verzaubert.

Am späteren Nachmittag ging's weiter nach Glenwood Springs wo wir unser grosszügiges Zimmer (2 Schlafzimmer, grosses Bad und kleine Küche) bezogen. Den Abend verbrachten wir mit einem Spaziergang durch Glenwood und einem feinen Abendessen.

2 Übernachtung Starlight Lodge, Glenwood Springs

Sonntag 10 Juni 2018

Der Jedlag kam uns zu Gute und wir waren früh unterwegs. Heute stand eine lange Fahrt auf dem Programm mit einem 1. Highlight den Colorado National Monument. Wir fuhren 37 km den Rim Rock Drive an unbeschreiblich schönen Felsformationen vorbei. Am Ende des Drives unternahmen wir einen kurzen Spaziergang, er blieb wirklich kurz, denn es war unglaublich heiss, fast unmöglich es lange an der prallen Sonne auszuhalten.

Rim Rock Drive

Weiter ging's nach einer Stärkung im Mac Donald Richtung Moab. Ein Ziel auf das wir uns sehr freuten. Bereits 2015 waren wir in dieser wunderschönen Gegend unterwegs und nächtigten in Moab. Die Strecke auf dem HWY 6 und 128 waren einfach gigantisch. Man kommt einfach nicht zum staunen heraus. Die Zeit reichte sogar für den Abstecher zu den Fisher Towers. Im Castle Valley entschieden wir uns umzukehren, anstatt den längeren Weg nach Moab zu nehmen. Es wurde auch bereits spät und wie wir aus der Vergangenheit wissen, bekommt man in der USA nur bis 9pm Abendessen.

Auch das Motel war wiederum das gleiche wie 2015. Auf Anhieb haben wir es gefunden und es war uns immer noch genau gleich in Erinnerung. Um auch weiter in den Erinnerungen zu schwelgen, machten wir uns auf die Suche nach dem guten italienischen Restaurant. Es gab's noch und natürlich versuchten wir da ein Tisch zu bekommen. Das Essen war fantastisch wie damals.....

3. Übernachtung River Canyon Lodge, Moab

Sehr gut geeignet für Rollstuhlfahrer, wäre die Türe vom Bad nicht nach innen aufgegangen, wäre das Bad optimal gewesen.

Blick auf die Fisher Towers

Montag 11. Juni 2018

In diesem Motel gab's kein Frühstück also machten wir uns auf die Suche nach einem feinen Breakfat. Dies ist in der Regel kein Problem, dies findet man fast überall. Andy bestellte sich das volle Programm mit Eier, Speck und Kartoffeln. Ich blieb bei einem Toast mit Gonfi (wie langweilig). Beim Essen besprachen wir auch unseren heutigen Tag. Wir beschlossen das Canyonland zu entdecken und uns erst gegen Abend wegen einem Buggy zu erkundigen.

Island in The Sky

100 gigantische Eindrücke, 100 x Ohhh, 100 x Wauuu und 100 Bilder. Es gibt kaum Worte einfach nur traumhaft, spektakulär und grandios. An 2 Aussichtspunkten konnte auch ich nahe an diesen fantastischen Canyon.

Dieser Trail ist für den nächsten Tag geplant mit dem Buggy

Dead Horse Point

Auf dem Rückweg ging's noch zum Dead Horse Point. Eigentlich ist dieser Overlook der Grund wieso wir nochmals nach Moab gekommen sind. Bereits 2015 kürte ich für mich dieses Stück Erde für das schönste was ich jee gesehen und erleben durfte. Mir blieb damals fast der Atem weg und unbeschreibliche Glücksgefühle stiegen auf und auch dieses Mal war es nicht anders als wir den Overlook betraten. Einfach unbeschreiblich schön.

Zurück in Moab mit all den schönen Eindrücken, machten wir uns nun auf die Suche nach einem Buggy. Da wurden wir aber schon bald ziemlich enttäuscht mit der Aussage, dass man mit einem Buggy den Shafer Trail nicht fahren darf. Jetzt gab's halt nur die Alternative: ein Jeep. Ich hatte da aber grosse Bedenken überhaupt einsteigen zu können. Da es aber ein grosser Wunsch von uns war, diesen Trail zu fahren, meinte Andy: ich bringe dich da schon irgendwie rein, Also kein weiteres Überlegen mehr, ab ein Jeep mieten. Leider waren die Vermietungen zum Teil schon geschlossen oder die Jeeps waren definitiv zu hoch. Andy wollte es früh morgens bei einer Vermietung probieren die bereits geschlossen hatte, er aber kleinere Jeeps bei ihm gesehen hat. Also gingen wir Essen und hofften das es am nächsten Morgen klappen würde.

4. Übernachtung: River Canyon Lodge, Moab

Dienstag 12 Juni 2018

Für Andy gab's kein Zurückhalten mehr. Um 8am stand er vor der Vermietungsstation und tatsächlich kam er strahlen wie ein Marienkäfer mit einem Jeep zurück. Unser Abendteuer Shafer Trail konnte beginnen. Zuerst aber musste ich ins Fahrzeug kommen. Mit Kreativität und Improvisation schaffte ich es in den Jeep. Andy fuhr den Jeep einfach über einen Ecken vom Trottoire, so war ich höher und es gab kein Abstand zum Auto. Perfekt mein Held, nein zwischenzeitlich ist er nun mein Macgyver.

Aussicht auf den Colorado River

 

Über 2 Stunden fuhren wir entlang einer unebenen und steigen Schotterpiste bis zum Shafer Trail. Spektakulär ging es hoch mit tiefen Abgründen. Andy strahlte genau sein Ding. Mir gefiel es auch, obwohl mir doch manchmal fast das Herz stehen blieb. Als uns mitten im Shafer Trail ein Bgger entgegen kam, hielten wir beide kurz den Atem an. Das Kreuzen aber ging besser als zuerst gedacht. Oben angelangt gabs's eine kurze Verschnaufpause und eine kurze Besprechung wie es weiter gehen sollte. Wir entschieden uns auf direktem Weg zurück nach Moab zu fahren, eine WC-Pause einzulegen und danach noch einen weiteren Trail zu fahren.

Chicken Corner Trail und Hurrah Pass

Den Chicken Corner Trail und Hurrah Pass führte uns auf der anderen Seite vom Colorado River durch. Dieser Trail hatte es in sich, da war der Shafer Trail direkt langweilig. Manchmal hatte ich das Gefühl uns schüttle es noch aus dem Jeep aber Andy hatte das wahre Vergnügen über diesen holprigen Trail hoch und runter zu fahren. Das heisst, fahren kann man dem nicht sagen, sondern eher basteln. Bei diesem geholper hatte man den Chiropraktiker, den Osteopathen und den Masseur gerade inklusive. Manchmal wenn der Abgrund so nahe kam, hielt ich mir die Augen zu. Oh mein Gott kam es öfters aus meinem Munde. Nach 4 Stunden waren wir fix und foxi und waren heil froh das Auto schadenfrei wieder abgeben zu können. Der Tag war aber ein absolutes Highlight.

Unser letzter Abend in Moab verbrachten wir nochmals im Italiener Restaurant mit feinen Ravioli. Müde und zufrieden kuschelten wir uns ein letztes Mal in Moab in unser bequemes Bett.

5 Übernachtung River Canyon Lodge, Moab

Jeeptour Moab

Mittwoch 13. Juni 2018

Die Koffer sind gepackt und wir verliessen zeitig unser Motel. Bis Salt Lake City lagen 234 Meilen vor uns. Die Fahrt verlief durch eine eintönige faszinierende Wüstenlandschaft mt schnurgeraden Strassen. Salt Lake City kündete sich schon früh an mit zunehmenden Fahrspuren und Autos. Je näher man kam um so hektischer wurde es auf der Strasse aber Andy hatte stehts den Durchblick und fuhr uns hochkonzentriert zum Motel. Da liessen wir uns zuerst einmal ins Bett fallen und chillten ein wenig herum. Ein Stadtbummel bei dieser Hitze wollten wir uns nicht antun. Erst gegen Abend fuhren wir in die Stadt.

State Capitol und Salt Lake Temple

Zuerst besichtigten wir das State Capitol. Dies war ein sehr beeindruckendes Gebäude, innen wie aussen. Danach ging's zum Mormonentempel. Andy interessierte es gar nicht, also erkundigte ich die Umgebung selber und er setzte sich auf eine Bank und beobachtete die Leute. In den Tempel konnte man nicht aber im Visiter Center gabs' ein Model des Tempels wie es innen aussieht. Es wurde sehr faszinierend dargestellt, da aber alles auf englisch beschrieben war, verstand ich natürlich nichts.

Als es schon langsam eindunkelte, versuchten wir unser Glück ein Restaurant zu finden. Unmöglich, wir waren natürlich zu spät dran und alle Restaurants waren am Schliessen. Bis es ganz finster wurde spazierten wir noch weiter durch die Strassen von Salt Lake City und konnten noch ein paar schöne Sachen bestaunen, vor allem fiel uns auf, dass die Leute sehr ruhig und gemütlich unterwegs waren und die Stadt wirklich wie in de Büchern beschrieben, pingelig sauber ist. Auch ein ganz spezieller süsser Duft hing in der Luft. Zuerst dachten wir wirklich aus irgend welchen Kanälen sprayen die diesen Duft herum aber wir stellten irgend wann mal fest, dass es ein Baum ist der so gut duftet. Zurück im Motel gingen wir gegenüber zum Burger King und konnten endlich unseren Bären Hunger stillen.  

6 Übernachtung Baymont by Wyndham Murray Salt Lake City

Donnerstag 14. Juni 2018

Wieder war Andy bereits um 6am wach und konnte nicht mehr schlafen. Wie bereits die Tage vorher, nahm er sein IPad und verweilte sich mit lesen. Heute suchte er nach Informationen über die Umgebung von Salt Lake City. Mein Sisterli und Partner wollen im 2019 auch in die USA und wollen auch zum Yellowstone fahren aber am liebsten nicht durch grosse Städte fahren. Da wir auf der Fahrt die gemeinsame Befürchtung hatten, dass Salt Lake City zum Fahren definitiv nichts für sie ist, fand Andy heute eine Alternativroute und die wollten wir uns anschauen. Zuerst aber gabs noch Frühstück, dabei konnten wir noch den Schluss der WM-Eröffnung im TV verfolgen. Roby Williams gab sein bestes.

The Mirror Lake Scenic Byway: a Jewel in the Mountains

Danach erwartete uns eine wunderschöne Stecke mit vielen schönen Campgrounds an kleinen Seen. Da kam fast schon ein wenig Kanadastimmung auf. Die Strasse führte hoch auf einen Pass, da lag sogar noch Schnee. Da hätten wir eigentlich wenden sollen, denn hinten war's halb so schön und die Strecke zurück zog sich extrem in die Länge aber das weiss man immer erst im Nachhinein. Was uns auf dieser Strecke auch auffiel waren die vielen überfahrenen Tiere.

Am Nachmittag wollten wir noch auf die Antelope Island fahren. Eine kleine Insel in der nähe von Salt Lake City und natürlich erhofften wir uns, die ersten Bissons zu sehen. Darauf mussten wir gar nicht lange warten, Schon kurz nach Eintreffen auf der Insel stand ein grosser Bulle mitten in der Prärie. Es folgten später noch andere aber zuerst fuhren wir zum Visiter Center. Dort machten wir mal eine grössere Pause und legten uns ein wenig an den Schatten. Auch heute war es wieder sehr sehr heiss. Teilweise bis 40°. Die Insel war wirklich sehr schön und vom Salzsee konnte man viele schöne Bilder knipsen.

Irgendwann wurde es Zeit die Insel wieder zu verlassen. Bis zum heutigen Motel hatten wir noch eine stündige Fahrt vor uns. Wir fuhren direkt zum Motel, checkten ein und gingen anschliessend gleich Essen. Uns wurde Vis à Vis eine Pizzeria empfohlen. Mmm schmeckte diese Pizza fein. Da wir heute genug erlebt haben und von der langen Autofahrt ziemlich müde waren, gingen wir heute zeitig zu Bett.

7. Übernachtung La Quinta Inn & Suites, Logan

Antelope Island

Freitag 15. Juni 2018

Zu viele Leute sassen heute im kleinen Frühstücksraum und lange Schlagen gabs vor dem Buffet. Wir verköstigten uns nur mit Jogurt und Toast, Andy hatte keine Lust lange anzustehen. Danach gings los, wir hatten heute wiederum eine längere Strecke vor uns. Zuerst fuhren wir zum Bear Lake, ich versprach meiner Sister diesen Lake zu erkunden und ihr via Videonachricht zu berichten wie es da aussah. Sie möchten im 2019 dort Campen. Ja die Videobotschaften haben sich täglich eingeschlichen und mein Sisterli und ihr Partner fanden dies cool. Sie schrieb mir es sei so schön am Morgen aufzustehen, ein Kaffee zu machen und danach unsere Botschaft zu geniessen. Schon eine tolle Sache. 2 x erhielten auch wir eine Botschaft die mich wirklich gerührt haben. Aber weiter nun.... viel tolles konnte ich über diesen Bear Lake wirklich nicht berichten, wir waren uns einig das es viel viel schöner Lakes gibt.

Wir beschlossen unsere Weiterfahrt über die schönere aber auch weitere Strecke nach Jackson zu nehmen. Viel Prärie und schnurgerade Strassen fanden wir auch auf dieser Strecke. In Soda Springs machten wir Halt ich musste dringend mal für Mädchen. Meistens findet man in Einkaufszentren auch Restrooms und wir konnten auch gleich etwas für den Hunger einkaufen. Ein wenig weiter auf einem Rastplatz assen wir unser Mittagessen (ich hatte mal wieder einen feinen gesunden Salat) und ein Nickerchen machten wir auch gleich noch anschliessend.

Ca. um 3pm kamen wir in Jackson Hole an. Zuerst gabs eine kleine Rundfahrt durch das Städtchen. Wirklich toll gemacht (Wildwest pur) und da war ja mal was los. Langsam hat es mehr Touristen, man merkte gut, dass wir nicht mehr weit vom Yellowstone entfernt sind. Auch das Wetter wurde zunehmend veränderlich und Heiss war es hier auch nicht mehr. Für heute wurde sogar Regen angesagt. Das Motel war einfach super. wir hatten ein richtig schönes modernes Zimmer mit grossem Badezimmer, jedoch die Dusche war sehr klein.

 

Jacksen Hole

Zuerst wollten wir Jacksen Hole zu Fuss erkunden und ich wollte mir ein Pullover kaufen, da es zunehmend kühler wurde und ich eher zu wenig warme Kleider eingepackt habe. Wir flanierten durch die Gassen, tranken Kaffee und gingen in 1,2 Souvenirshops aber Pullover fand ich keinen.  Ca. um 6pm hatten ein paar Pistolenhelden am Town Square ihren Auftritt. Lautes Geschrei, Schüsse und Tote, lustig aber halt sehr touristisch. Danach machte sich langsam auch der Hunger bemerkbar und es fing tatsächlich leicht zu regnen an. In der Nähe vom Motel entdeckten wir ein Restaurant. Ach war das Essen fein aber die Portionen wieder einmal übertrieben. Andy musste wieder einmal helfen bei meiner Portion.

Million Doller Bar

Nach einer kurzen Verdauungspause machten wir uns bereit fürs Nachtleben. Wir wollten in die Million Doller Bar. Es wurde Livemusik angekündigt und heute wollten wir mal nicht früh ins Bett. Tolle Bar, toll das Konzert, toll die Stimmung, einfach ein gelungener Abend. Um halb 12 war dann auch endlich Nachtruhe bei uns.

8. Übernachtung: Mountain Modern Motel, Jacksen Hole

Samstag 16. Juni

Na ja Bravo es regnete in Strömen. Zum 1. Mal mussten wir unseren Schirm aufspannen. Da Frühstück heute war auch nicht der Renner, ein komisches kleines Käsebrötchen, Hauptsache es gab ein Kaffee um unsere Lebensgeister zu wecken. Ich freute mich so auf den Teton NP aber das Wetter stimmte uns trüb, denn wir hatten die Befürchtung, dass wir von den wunderschönen 3 Tetons nichts sehen werden. Wieder einmal aber war der Wettergott auf unserer Seite und es wurde zunehmend sonniger und tatsächlich zeigten sich auf die wunderschönen Tetons. Ein kurzer Abstecher zu den alten Scheunen der Mormonen war schön aber aussteigen konnte ich nicht, zu nass und uneben. Ein kurzer Spaziergang zum Jenny Lake war geplant aber auch nach mehr als 10 minütigem Laufen kam man einfach nicht an den See, also kehrten wir um und beschlossen nun Richtung Yellowstone zu fahren. Noch ein kurzer Abstecher zum Signal Mountan, von wo man einen schönen ausblick hatte auf den Neton NP. Gegen 3pm erreichten wir unsere Unterkunft, 4 km vor dem Studiengang des Yellowstons.

Alte Scheunen der Mormonen
Tetons
mit Jenny Lake
Aussicht vom Signal Mountan

Da es noch früh war und leider unser Häuschen noch nicht bereit war, beschlossen wir noch in den Yellowstone zu fahren. Das Wetter war auch gut und vielleicht klappt es ja heute noch mit dem Old Faithful, der grösste spuckende Geysir zu besichtigen. Dieser sprüht sein Dampf nur alle ca. 90 Min aus. Die Fahrt bis zum Old Faithful dauerte fast eine Stunde fast nur durch Waldgebiet. Wir dachten oft: hoffentlich besteht der Yellowstone nicht nur aus Wald. Zum ersten Mal erlebten wir nun ein Ort mit hunderten von Touristen. Der Parkplatz war voll und es wimmelte von Touristen. Natürlich haben wir den Old Feithful genau um ein paar Minuten verpasst. Wir hörten ihn aber es reichte nicht bis hin. Auch nicht weiter schlimm wir waren ja noch 3 Tage da, also spazierten wir auf den Holzstegen um noch weitere Geysire und Basins zu besichtigen. Auf der über 1-stündigen Spaziergang sahen wir traumhaft farbige Basins. Es zischte, blubberte und aus allen Löchern spuckte es Dampf. Es war einfach unglaublich und faszinierend wie die Erde da lebt. Ein echter lebender Fleck Erde. Phuuuu…..

Geysir

Von der ersten gigantischen Eindrücken gings zurück zu unserer Unterkunft. Ich freute mich riesig auf unser Häuschen auf einem Campground. Toll war es ich war begeistert. Gross, 2 Betten und eine grosses Bad. Einzig für in die Dusche war eine halbhohe Wanne. Leider trifft man noch öfters solche Duschen an, obwohl das Zimmer als barrierefrei vermietet wird. Anschliessend liefen wir zum Restaurant, welches zum Campground gehörte und hier in der Umgebung das Einzige war. Es war gemütlich und wir assen einen feinen Hamburger und dazu einen feines Glas Wein.

9. Übernachtung: Headwater's Lodge & Cabins at Flagg Ranch, Teton NP

Sonntag 17. Juni 2018

Heute wurde einmal ausgeschlafen, wir mussten ja heute auch keine Koffer packen und das Wetter hatte auch wieder auf Regen umgeschlagen. Wir entschieden uns auch für ein gemütliches Frühstück. Dies war zwar nicht inbegriffen aber heute gönnten wir uns das tolle Buffet. Es gab wieder einmal das volle Programm mit Rührei und Speck und vieles Mehr. Nun stand unserer Erkundung vom Yellowstone nichts mehr im Wege und los gings. Ich freute mich riesig auf diesen Nationalpark, er ist ja eigentlich auch der Grund für diese Reise. Wir wollten heute bis in den Norden hoch zu den Mammoth Hot Springs.

Mud Vulcano

Unser 1. Halt war der Mud Vulcano. Aus einem Loch dampfte und blubberte es und immer wieder zischte es, man hatte fast das Gefühl da kommt gleich ein Drache aus dem Loch. Daneben hatte es viele kleine Löcher, in dehnen eine dickflüssige Masse blubberte.

Canyon Village

Beim 2. Stopp besichtigten wir die Lover Falls, Grand Canyon of the Yellowstone. Wir haben ja schon viele Fälle gesehen auf unseren Reisen aber dieser gehört zu den spektakulärsten die wir bisher gesehen haben. Einer gehört noch in diese Kategorie, die HelmckenFalls im Wells Gray NP in Kanada.

Mammoth Hot Springs

Was hatten wir da für ein Glück. Fast den ganzen Weg hat es geregnet und kaum haben wir unser Auto parkiert drehte Petrus den Hahn ab und wir konnten ohne nass zu werden die Mammoth Hot Springs besichtigen. Kaum waren wir zurück beim Auto fing es wieder an in strömen zu regnen. Das Wetter wechselte heute öfters mal aber kühl blieb es den ganzen Tag. Ja und Andy machte heute seine Brille kapput. Um nicht bind in der Gegend herum zu fahren, muss er nun mit einer Einstäblibrille herum laufen. Hiii sieht komisch aus,

Highligth Bissons und Bären

Auf der Weiterfahrt Richtung Tower Roosevelt erlebten wir ein Highlight mit den Bissons. Mitten auf der Strasse kam eine ganze Herde spaziert. Wir mussten anhalten und warten bis die Tiere an uns vorbei waren. Natürlich verursachten sie einen riesen Stau. Das war schon ziemlich spannend. Später konnten wir noch eine  Bärenmamma mit ihren 3 Jungen beobachten. Ach waren die lustig und tollpatschig.

Mit all den schönen und spannenden Eindrücken fuhren wir zurück zu unserem Häuschen. Wir gingen auch wieder im dazugehörigen Restaurant essen. Ich hatte nicht so Hunger und ass deshalb nur die Ravioli aus der Appetizer Karte aber das reicht mir heute zur genüge. Andy hätte gerne ein Steak gehabt aber dies war nicht mehr verfügbar also bestellte er heute nochmals einen Hamburger.

10. Übernachtung: Headwater's Lodge & Cabins at Flagg Ranch, Teton NP

Montag 18. juni 2018

Wieder erwartete uns heute viel Schönes, nur das Wetter versprach nichts Gutes. Es kam dann aber viel besser als erwartet. Zeitweise regnete es aber es war auch oft freundlich und sonnig. Gestartet sind wir auch heute eher später aber wir hatten ja  am Abend keine Eile früh im Häuschen herumzusitzen. Heute wollten wir bis zum Westeingang fahren und uns da die Gegend unter die Lupe nehmen. Der Start verlief aber gar nicht nach unserem Geschmack. Beim Norris Geysir Basin angekommen regnete es in strömen und der Parkplatz zu den Basins war geschlossen. Wir fuhren also weiter und liessen uns die Stimmung nicht verderben, wir hatten ja noch ein paar schöne Basins vor uns und je weiter wir wieder nach Norden fuhren wurde auch das Wetter besser. Wie heisst es so schön: auf Regen folgt Sonnenschein,,,,und tatsächlich für den Rest des Tages blieb die Sonne über dem Yellowstone.

Firehole Canyon Drive

Dies war ein kleiner Abstecher in einen Canyon. Weil es in den letzten Tagen ziemlich geregnet hat, toste viel Wasser duch den Canyon. War den kleinen Abstecher wert. Da es überall sehr eng ist, dürfen dort nur Autos durch fahren, Camper sind verboten.

Lover Geyser Basin

Um den Lover Geyser Basin gabs wieder einen Drive, da gabs es noch viele verschiedene Basins zu bestaunen. Wie schon erwähnt dieses Stück Erde lebt, sogar aus den Gullis dampfte es. Einfach faszinierend.

Midway Geyser Basin

Das Midway Geyser Basin ist eines der Grössten und Schönsten. Leider war es heute sehr feucht und es hatte viel Dampf über dem Basin. Wir hatten Pech und sahen nicht wirklich viel davon. Trotzdem war es ein Erlebnis, Es hatte so viel Dampf und dieser war so warm, dass wir kurzum nass waren, es war wie in einer Dampfsauna.

Es war wie in einer Dampfsauna
Hätte das schönste Basin sein sollen
und so hätte es ausgesehen

Old Faithful

Zum Schluss nun wollten wir nochmals zum Old Faithful, beim 1. Mal haben wir ihn ja verpasst. Auf dem Programm stand auch noch das Hotel. Ich wollte unbedingt die Architektur von innen sehen und wir überlegten uns gleich da zu essen. Wäre ja ein schöner Abschluss gewesen, denn heute war ja auch der letzte Abend hier im Yellowstone. Wiederum hatte es viele Leute da. Zuerst gingen wir ins Visiter Centre um uns zu informieren, wann ca. der nächste Ausbruch wäre. Dieser wird immer angeschrieben und ist so ziemlich genau eruiert.

Die Zeit reichte um vorher das Hotel zu besichtigen und ev. bereits ein Tisch zu reservieren. Wau war das ein Hotel. Alles aus Holz bis weit hinauf unter  das Dach. Wunderschön aber natürlich hatten nicht nur wir diese Idee, da tummelten sich 100derte von Touristen herum. Wir waren uns da nicht mehr so sicher ob wir wirklich da essen wollen. Wir beschlossen es uns noch zu überlegen und spazierten zum Old Faithful um das Spektakel nicht nochmal zu verpassen. Gespannt standen wir da und auf einmal kam da wirklich eine riesige Fontäne aus den Loch. Leider aber nicht so schon zum Fotografieren da er vom Winde verweht wurde und nicht steil in den Himmel schoss. Schön wars trotzdem . Nach 3 Min war das Spektakel wieder für ca. 90 Min. vorbei.

Er kündigt sich an...….
schon ein bisschen höher...….
und das war so ziemlich alles was raus kam

Old Faithful Inn

Leider leider hätten wir erst um 10pm wieder ein Tisch bekommen und wir wollten nicht 2 Std. warten bei Kälte und Regen. Wir kauften noch ein paar Souveniers ein und kehrten danach zum letzten Mal zu unserem Häuschen zurück. Auch das Essen in unserem gewohnten Restaurant schmeckte gut.

Das grösste Blockhaus der Welt

Dienstag 19. Juni 2018

Heute hiess es Abschied nehmen von diesem beeindruckenden lebendigen Nationalpark. Schade hat das Wetter nicht immer mitgespielt aber trotzdem nehmen wir viele tolle Eindrücke mit uns. Leider ist auch heute das schöne Wetter nicht auf unserer Seite und trotzdem beschlossen wir den weiteren Weg nach Cody zu fahren um noch ein wenig das Verlassen des Parks hinauszuzögern. Ja und es hat sich gelohnt den Nordausgang zu nehmen. Verschiedene Tiere haben uns aus vom Park verabschiedet.

Nordausgang

Auch die Weiterfahrt nach Cody war traumhaft schön und das Wetter zeitweise wieder besser.

In Cody angekommen und vor dem Motel parkiert, trafen sich unsere Blicke gleichzeitig und jeder dachte wohl gerade das gleiche. " ist das wirklich unser Motel!!!" ….Ja es war unser Motel. Nach dem einchecken und ersten Besichtigung des Zimmers durch Andy, kam er kopfschüttelnd zum Auto zurück. Das Zimmer war überhaupt nicht geeignet mit dem Rollstuhl. Andy hätte mich nicht mal ins Zimmer gekriegt so hoch war die Stufe. Ich habe damals das Hotel selber per E-Mail gebucht und die haben mir bestätigt, dass unser Zimmer rollstuhlgerecht sei. Ja dem Inhaber bleib nichts anderes übrig als die Buchung zu stornieren und wir uns auf die Suche nach einer neuen Unterkunft zu machen. Die fanden wir gottlob schon beim ersten Versuch. In diesem Motel hatte Andy auch die super glorreiche Idee, wie er seine Brille flicken könnte. Das wird mir wahrscheinlich niemand glauben aber er flickte sie tatsächlich mit einem Postiche. Mein Mac Geiver wieder einmal in Action.

Langsam machte sich der Hunger spürbar und die Zeit rann uns auch langsam davon, denn um 8pm stand noch ein weiteres Highlight auf dem Programm, nämlich das Rodeo. Wir spazierten gemütlich durch Cody aber irgendwie passte uns so gar nichts. Wir entschieden uns für Pizza und landeten in einer wirklich netten Pizzeria und die Pizza war hammermässig. Mit übervollem Magen gings anschliessend zum Rodeo. Natürlich war auch da alles perfekt organisiert für Rollstuhlfahrer. Unter einer gedeckten Plattform hatten wir eine super Sicht aufs ganze Geschehen. Ach wie waren wir froh war es gedeckt, denn kaum hat es angefangen, fing es auch an in Strömen zu regnen. Die Stimmung war trotz allem genial und das Publikum litt mit den Cowboys. Wir fanden den Abend genial, spannend und unterhaltsam. Wirklich zu empfehlen einmal so ein Rodeo zu besuchen. Übrigens kurz bevor die Vorstellung fertig war, hörte es auch auf zu regnen und wir kamen absolut trocken im Motel an, das war den Cowboys wohl vergönnt.

Nite Rodeo Cody

Mittwoch 20 Juni 2018

Seit Langem versprach das Wetter heute nur Gutes und es war endlich auch wieder wärmer geworden. Bevor es aber weiter ging nach Buffalo, wollten wir noch den Buffalo Bill Dam mit Stauwerk besichtigen. Danach verliessen wir Cody, von diesem Städtchen hatten wir mehr versprochen. Aus 2 Möglichkeiten nach Buffalo zu fahren entschieden wir uns für die Strecke nach Thermopolis. Bei den heissen Quellen machten wir einen grösseren Halt und unternahmen einen längeren Spaziergang, dies bei ziemlich heissen Temperaturen.

Buffalo Bill Dam
Thermpolis

Nach einer Fahrt durch eine unglaublich schöne Prärielandschaft und einem Gebirge, trafen wir am späteren Nachmittag in Buffalo ein. Auch hier suchten wir zuerst unser Motel, checkten ein und gingen danach ins Downtown von Buffalo. Oh herrjee das war ja noch enttäuschender als das Buffalo, welches wir kurz vor den Niagara Fällen im 2013 besuchten. Die paar Gebäude da waren zwar hübsch aber da war ja absolute Tote Hose. Ein Restaurant haben wir auch keines gefunden nur ein Saloon kam in Frage aber da wollten sie gerade anfangen mit live Musik und darauf hatten wir keine Lust. Also gingen wir enttäuscht zum Auto zurück und suchten das Restaurant, welches uns an der Reception empfohlen wurde. Wau da gabs aber mal richtig was feines zum Essen. Ich bestellte ein Roastbeef mit Kartoffelstock und Andy ein butterzartes Steak. Der Abend war also gerettet.

13. Übernachtung: Quality Inn, Buffalo

Donnerstag 21. Juni 2018

Super heute hätten wir wieder einmal Frühstück inbegriffen gehabt. Ich habe mich so darauf gefreut aber leider wurde uns mitgeteilt, dass es nur bis 9am Frühstück gab. Ein Kaffee durfte ich aber noch haben.

Auch heute lag wieder eine längere Strecke durch viel eintöniges und hügeliges Weideland vor uns. Als erstes besuchten wir den Teufelsturm im Devils Tower National Monument. Ein Rundweg führt um den Teufelsturm. Natürlich versuchten auch wir es mit dem Rollstuhl. Nach 1/3 kehrten wir um, denn es war doch teilweise ziemlich steil und mein Akku war mal wieder nicht voll geladen. Es war aber ein sehr schöner Spaziergang und die Aussicht auf den Berg fantastisch. Immer wieder staunen wir, was die Natur so alles hingibt..

Deadwood

Über den Spearfish Canyon erreichen wir am Nachmittag Deadwood. Wau da war ja mal wieder richtig etwas los. Deadwood ist auch eine Spielerstadt, das kleine las Vegas. Das bekamen wir schon beim einchecken vom Hotel mit. Überall Spielautomaten wie in Las Vegas. Heute könnte es also wieder einmal ein wenig spät werden. Nach einer kleinen Ruhepause im schönen Hotelzimmer machten wir uns gegen Abend auf ins Nachtleben. Das Historische Städtchen entsprach genau unserem Geschmack. Klein, hübsch und überall gibt es etwas zu sehen. Nach einem Rundgang suchten wir uns ein Restaurant. Da hätte es sicher schönere und bessere gegeben aber das weiss man eben immer erst hintendrein. Gut wars trotzdem.

Wir spazierten noch ein paar mal hin und her und genossen die Abendstimmung, bevor wir in einer coolen Bar unseren Abenddrunk genossen. Später im Hotel - war doch klar - wollte Andy noch das Spielglück testen aber der grosse Gewinn liess auf sich warten. Wir auf jeden Fall konnten nicht warten und zogen uns müde zurück ins Zimmer, wo unsere schönen grossen Betten auf uns warteten.

14. Übernachtung: Cadyllac Jack's, Deadwood

Freitag 22. Juni 2018

Heute leisteten wir und wieder einmal ein Frühstück bevor's zu den Black Hills ging. Das absolute Higligth war der Needles HWY. Enge Tunnels, Strassen und ein traumhaftes Gebirge - die heiligen Berge der Indianer -  das war genau das richtige für uns. Der Custer State Park hingegen war einfach nur langweilig und lang. Ein grosser Teil der Strecke habe ich mal wieder verschlagen. Leider passierte dies in der 2. Woche sehr oft und immer wieder rätselten wir: WARUM? Ich schleif nachts wunderbar aber kaum im Auto überkam mich der Schlaf. Teilweise nervte es mich einfach, denn ich konnte mich nicht dagegen wehren.

Rushmore National Monument

Zum Schluss dieses Parks waren da noch das Rushmore National Monument. Mindestens einmal im Leben eines Amerikaners sollte dieser einmal hier hin pilgern. Die 4 Präsidenten ( George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln) in der Felswand waren schon beeindruckend und natürlich auch die Vielfalt der Touristen. Als sich langsam ein heftiges Gewitter näherte, beschlossen wir nach Rapid City in unser Hotel zu fahren. Das Motel war nichts Besonderes aber praktisch. Aussicht gab es keine, wir hausten im Untergeschoss. Nach einer kurzen Erholungspause  gingen wir ein paar Häuser weiter in ein Steakhause. zum Essen. Sehr hübsches Restaurant und Andy verspeiste mal wieder ein Steak. Ich hatte nicht so Hunger und bestellte mir ein Salat aber diesen konnte ich definitiv nicht essen. Ein paar Frits aus Andy Teller reichte mir für heute.

15. Übernachtung: Super 8, Rapid City

Samstag 23. Juni 2018

Beim Frühstück diskutierten wir ob wir wirklich zu den badlands fahren wollen oder ob wir heute einfach ein Ruhetag einlegen wollen. Schlussendlich entschieden wir uns für die Badlands. Ich habe viel gelesen darüber und viele Leute planen diese Gegend nicht ein obwohl die Gegend da sehr schön sein soll. Die Anfahrt führte zur Abwechslung mal wieder durch die Prärie und Weidegebiet. Da ist einfach zum Teil nichts, nichts und nochmal nichts.

Badlands

In den Badlands angekommen gabs  mal wieder nur das Wort Wau, Wau Wau, einfach traumhaft. Immer wieder musste Andy für ein Fotostopp anhalten und 3 x stiegen wir aus für einen Spaziergang. Wir haben wirklich richtig entschieden und wir genossen diese wunderschöne spektakuläre Gegend in vollen Zügen. Unser Auto aber fand dies irgendwann nicht mehr so witzig und fing an zu rebellieren mit einem monotonen Geräusch und einer roten Lampe. Geriebeüberhitzung. Zu diesem Moment waren wir auch gerade relativ einsam unterwegs nur ab und zu ein Auto und trotz mehrmaligem abstellen des Motors kam der Hilfeschrei immer wieder. Wir entschieden umzukehren und Richtung der nächsten Stadt zu fahren. Zwischendurch hielten wir wieder an und immer konnten wir danach wieder ein paar Km fahren. In der nächsten grösseren Stadt machten wir einen grösseren Halt in der Hoffnung das Getriebe kühle sich ganz ab. So war es dann auch und wir kamen später ohne Probleme im Motel an.

16. Übernachtung: Super 8, Rapid City

Rapid City

Natürlich musste auch heute ein Gewitter sein Unwesen treiben. Es regnete in Strömen als wir ins Zentrum von Rapid City essen gehen wollten. Wir warteten im Auto einen Moment und tatsächlich verzog sich der Regen. Ich habe in meinem Reiseführer gelesen, dass man im Firehouse gut essen könne und es ein schön dekoriertes Restaurant sei. Wir mussten ziemlich lange warten bis ein Tisch frei wurde und zwischenzeitlich fing es wieder an zu regnen. Endlich hatten wir ein Tisch aber wir wurden in die hinterste Ecke verfrachtet. Rund herum Familien mit Kindern die schrien. Der Lärmpegel war so hoch, dass wir nur froh waren als wir wieder gehen durften. Hier waren wir zum ersten Mal froh, dass die Amerikaner schnell essen und noch bevor der Teller leer ist die Rechnung gebracht wird. So schnell haben wir wohl noch nirgends gegessen und bezahlt. Vom schönen Restaurant haben wir gar nichts mitbekommen.

Sonntag 24. Juni 2018

Heute stand eine ziemlich lange Fahrt vor uns, wahrscheinlich die Längste mit 330 Meilen, ca. 5 Stunden 30 Min. In grossen Schritten geht's wieder Richtung Denver. Die Reise neigt sich langsam dem Ende zu. Zuerst aber gabs Frühstück. Wie erwartet war auch der letzte Teil hauptsächlich Weideland so weit das Auge reicht und die Strassen Km lang schnurgerade aus. Unglaublich..... auch meine Schlafattaken machten sich immer wieder bemerkbar. Andy hielt tapfer durch meisterte auch diese Strecke ohne Probleme. In Scottsbluff machten wir einen Halt im Scottbluff National Monument. Ein wenig die Beine vertreten tat gut und es war wirklich ein Besuch wert.

Scottsbluff National Monument

An diesem Felsen haben sich früher die Siedler in der Prärie orientiert auf dem Weg nach Westen.

Sogar ein Geierpaar konnten wir beobachten

Cheyenne

Wieder einmal war es gar nicht so einfach ein Restaurant zu finden. Cheyenne war wie ausgestorben. Und wieder einmal kann man sich täuschen vom äusseren eines Gebäudes. Von aussen sehen die Restaurants meistens aus wie eine Baracke und innen sind sie einfach nur schön, freundlich und speziell dekoriert. Und wieder einmal fanden wir genau das perfekte Restaurant. Wir assen wie die Könige. Das Steak butterzart und weil es unser letzter Abend war genossen wir noch ein Dessert. Wunderbar aber mega mega süss.

17.Übernachtung: Microtel Inn & Suites by Wyndham, Cheyenne

 

Montag 25. Juni 2018

Er ist also da der letzte Morgen unserer Ferien in Amerika. Einerseits bin ich traurig anderseits freue ich mich auf unsere Familie. Ja und ausgerechnet heute fühlt sich mein Magen nicht wirklich gut an. Ich machte Andy den Vorschlag den Rocky Mounten Nationalpark vom Programm zu streichen und uns eher irgendwo ruhig auf den Heimflug einzustellen. Nein Andy fand das keine gute Idee also fuhren wir in die Rockys. Die Trail Ridge Roud hätte ein schöner Abschluss unserer Reise werden sollen aber auch andere Touristen fanden diese Einbahnstrasse zum 4000m hohen Pass als cool. wir fuhren also sage und schreibe im Stau auf den Berg. Oben gabs zur Belohnung ein furchtbar stinkendes WC mit einer traumhaft schönen Aussicht.

Eigentlich hätten wir uns noch gerne in Denver mit jemandem getroffen aber leider reichte die Zeit nicht mehr, deshalb haben wir beschlossen uns in der Schweiz zu treffen. Ich freue mich dich Sabrina kennenzulernen und über deine und unsere Amerikaerlebnisse zu plaudern.

Rückgabe vom Auto verlief ohne Probleme auch die ganze Abfertigung am Flughafen verlief reibungslos. Pünktlich um 10pm hoben wir von Denver ab. Flug war ruhig und angenehm und zu hause in Grenchen wurden wir bereits von unseren Söhnen, meinem Sisterli und ihrem Partner am Bahnhof empfangen.

Es ist eben immer schön auch wieder nach hause zu kommen.